Schauspieler Mickey Rourke (73) musste dieser Tage sein gemietetes Haus in Los Angeles endgültig verlassen, nachdem ein Gericht zugunsten seines Vermieters entschieden hatte. Im Kern geht es um rund 59.100 Dollar ausstehende Miete – eine Summe, die für einen früheren Topstar an sich erstaunlich klein wirkt.

Mickey Rourke muss sein Haus in LA verlassen

Der Fall zog sich bereits seit Monaten hin. Im Dezember 2025 hatte der Vermieter dem Schauspieler eine letzte Frist gesetzt: Entweder die Mietschulden begleichen oder innerhalb von drei Tagen ausziehen. Da Rourke offenbar weder zahlte noch rechtzeitig juristisch reagierte, erging schließlich ein sogenanntes Versäumnisurteil. Damit wurde der Mietvertrag faktisch aufgehoben und das Haus dem Eigentümer zurückgegeben.

Medien in den USA – etwa „People“ oder „Page Six“ – zeichnen dabei ein komplexeres Bild. Rourke selbst erklärte, er habe die Miete bewusst zurückgehalten, weil die Wohnbedingungen im Haus „untragbar“ gewesen seien: Berichte über ungelöste Probleme mit der Bausubstanz, der Sanitärtechnik und sogar Schädlingsbefall kursieren. Seine Version lautet also weniger Zahlungsunfähigkeit als Protest gegen einen Vermieter, der Reparaturen angeblich ignorierte.

Mickey Rourkes B-Movies der letzten Jahre in der Besprechung:

„WarHunt“ – Kritik

„Hunt Club“ – Kritik

„The Palace“ – Kritik

Parallel entwickelte sich eine kuriose Nebenhandlung. Unterstützer starteten eine GoFundMe-Kampagne, um dem Schauspieler zu helfen. Innerhalb kurzer Zeit kamen zehntausende Dollar zusammen. Doch Rourke reagierte ungehalten: Die Aktion sei „demütigend“, erklärte er öffentlich und forderte die Initiatoren auf, das Geld zurückzugeben. Hilfe aus der digitalen Fangemeinde wollte er nicht annehmen.

In den 1980er-Jahren galt Rourke als einer der interessantesten Schauspieler Hollywoods, er brillierte in Genre-Meisterwerken wie „Angel Heart“, „Im Jahr des Drachen“, „Johnny Handsome“ oder in Charles Bukowskis Quasi-Biopic „Barfly“. In den 90ern ging es bergab, zerstörten Boxausflüge, Verletzungen, Skandale und Schönheits-OPs sein Image und auch seine Karriere. Ein spätes Comeback gelang (nach „Sin City“) mit „The Wrestler“, in den letzten Jahren war Rourke dann vor allem in B-Movies zu sehen gewesen, deren Qualität stark schwankte. Neben Perlen wie „Java Heat“, „Gunfighters“ und „Adverse“ fanden sich darunter auch einige Flops. (ck)

Titelbild: (c) Capelight Pictures – Mickey Rourke in „WarHunt“ – Link zum Text oben