von Christian Klosz
Der 31-jährige Lucas wir am Traualtar von seiner Verlobten stehen gelassen, die brennt mir ihrem Ex durch, da ihr Lucas „zu langweilig“ ist. Aus dem selbstmitleidigen Loch soll den doch-nicht-Ehemann der trotzige jetzt-erst-recht-Antritt seiner Hochzeitsreise reißen – angesichts mangelnder Optionen fährt halt seine Mama mit, die sich zum eigenen Amüsement als Lucas‘ Frau ausgibt. Bevor die Charade auffliegt, führt sie zu allerlei kleineren und größeren Katastrophen, aber auch dazu, dass sich Mutter und Sohn – in ihren eigentlichen Rollen – näher kommen.
„Flitterwochen mit meiner Mutter“ konstruiert seinen Plot auf Grundlage einer simplen wie provokativen Idee, die gerade in der ersten Hälfte eine recht typische Verwechslungskomödie hervorbringt. Irgendwann ist der Gag – Sohn mit Mama als Paar – aber ausgelutscht und dem Film geht zunehmend die Luft aus, als er auf das generische wie klischeehafte Ende zu mäandert. Schade: Verschenktes Potential, das aus einer leicht überdurchschnittlichen Franko-Komödie eine nur unterdurchschnittliche macht.
Rating
45/100
„Flitterwochen mit meiner Mutter“ ist seit 13.2.2025 auf Netflix zu sehen.
Bild: (c) Netflix
