„Verliebt und ausgeflippt“ ist eine 2010 veröffentlichte Romantikkomödie. Inszeniert wurde der Film von Rob Reiner, der als Regie-Allrounder zwischen Lachen, Gruseln oder Nachdenken bereits mit Kultfilmen wie „Stand by Me“ (1986), „Harry und Sally“ (1989), „Misery“ (1990), „Eine Frage der Ehre“ (1992) oder „Das Beste kommt zum Schluss“ (2007) ein geschicktes Händchen unter Beweis stellte. „Verliebt und ausgeflippt“ war in dieser Hinsicht allerdings auch der bislang letzte seiner Filme, der von den Kritikern weitgehend positiv besprochen wurde und sich qualitativ bei seinen vorangegangen Filmhits einreihen kann.

Im Hauptcast mit Madeline Carroll und Callan McAuliffe besetzt, sind in weiteren Rollen auch Rebecca De Mornay, Anthony Edwards, John Mahoney, Penelope Ann Miller, Aidan Quinn, Cody Horn und Kevin Weisman zu sehen. Erzählt wird die Geschichte der Famile Loski, die Mitte der 50er Jahre ins Nachbarhaus der Bakers ziehen. Die Grundschülerin Juli Baker verliebt sich dabei in den gleichaltrigen Nachbarn Bryce Loski. Doch Bryce empfindet Julis Verhalten als aufdringlich und teilt nicht die gleichen Gefühle. Fortan versucht Bryce Juli über Jahre hinweg aus dem Weg zu gehen, was nicht immer erfolgreich gelingt.

„Verliebt und ausgeflippt“ mag sicherlich aufgrund seiner befolgten Genrekonventionen vorhersehbar sein, kann aber vor allem dank seiner raffinierten Erzählweise, welche die Perspektive zwischen den Hauptfiguren mehrfach wechselt, an Reiz gewinnen. Dabei nimmt der Film sehr aufrichtigen Anteil an die Gefühlswelten der Teenager, nimmt diese durch seinen Perspektivwechsel ernst und vermeidet es, im Kitsch der Emotionen zu baden.

Schauspielerisch überzeugen die beiden Hauptdarsteller, die den Film mit ihrer natürlichen Spielweise zu tragen wissen. Allen voran Madeline Carroll kann mit reichlich Charisma in ihrem Schauspiel punkten. Ein weiterer großer Sympathieträger ist der 2018 verstorbene John Mahoney als Großvater Chet Duncan, der in dieser Rolle seinen letzten Filmauftritt absolvierte. Er ist die eigentliche Vaterfigur für Bryce und erkennt als erster Juli Bakers besonders liebenswürdige Ausstrahlung.

Fazit

Verliebt und ausgeflippt ist ein überaus gelungener Familienfilm, der sowohl berührt als auch unterhält und mit einem tollen Cast glänzen darf. Darüber hinaus wartet er mit dem herzerwärmenden Plädoyer auf, dass es manchmal mehrere Blicke bedarf, um eine wertvolle Erkenntnis zu erlangen und über sich hinauszuwachsen.

„Verliebt und ausgeflippt“ ist bei diversen Anbietern als VOD und auf Disc verfügbar.

Gastbeitrag von Sandro Biener. Mehr Inhalte von ihm gibt’s HIER.

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