Florian Teichtmeister ist wieder in den Schlagzeilen: Nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Besitzes von Kinderpornografie (Infos dazu hier) wurden dem ehemaligen Burg- und Filmschauspieler eine fünfjährige Bewährungszeit mit striktem Suchtmittelverbot auferlegt. Nun geriet er kürzlich in „beeinträchtigtem Zustand“ in eine Polizeikontrolle – mutmaßlich nach einem Besuch des Münchner Oktoberfests, wie „Kronen Zeitung“ und „Heute“ berichten. Dort wurde bei ihm Kokain gefunden.

Wie sein Anwalt Rudolf Mayer (er verteidigte einst auch Josef Fritzl) bestätigte, wurde Teichtmeister nach dem Vorfall sofort in die Justizanstalt Innsbruck gebracht. Inzwischen wurde er in eine andere Einrichtung verlegt, wo er sich einer Krisenintervention unterzieht. Mayer spricht von einem „einmaligen Ausrutscher“ und betont, dass es sich um eine kleine Menge Kokain für den Eigenbedarf handelte.

Das Wiener Landesgericht reagierte prompt: Ein psychiatrischer Sachverständiger soll nun klären, wie schwerwiegend der Rückfall ist und was den Bruch der gerichtlichen Auflagen auslöste. Bis zu vier Wochen kann Teichtmeister zwangsweise festgehalten werden, eine Verlängerung auf drei Monate ist möglich, je nach Gutachten. Das Gericht hatte zuvor neben einer zweijährigen Bewährungsstrafe eine engmaschige Therapie und strikte Drogenabstinenz angeordnet. (red)

Bild: Titelbild:  Florian Teichtmeister mit dem Publikumspreis des Nestroy-Theaterpreises 2015 im Ronacher in Wien. (Wiki Commons/lizenzfrei)