„Citizen Vigilante“ – Star Armie Hammer soll inzwischen seine Mitwirkung an Uwe Bolls Propaganda-Film bereuen. Das US-Branchenmedium Puck News berichtet unter Berufung aus Hammers engstes Umfeld: „Als er den Film das erste Mal gesehen hat, ist er in Tränen ausgebrochen.“ Allerdings nicht aus Freude, sondern aus Bestürzung über das dort Gesehene. „Er hat mich angerufen und gesagt: ‚Scheiße. Das ist hasserfüllt und widerlich‚, zitiert das Medium einen Bekannten Hammers.
„Citizen Vigilante“: Armie Hammer flippt nach Sichtung aus
Da stellt sich natürlich die Frage, ob Hammer nicht vorab das Drehbuch gelesen habe. Die Schuld an dem Chaos liege bei Regisseur Boll und dessen „hektischer Arbeitsweise“: „Es ist nicht so, dass er ihm ein hundertseitiges Drehbuch geschickt hätte. Als er das Endprodukt gesehen hat, meinte er: ‚Das war nicht der Film, von dem ich gedacht habe, dass wir ihn machen‘ und ist völlig ausgeflippt.“
Das Hauptmotiv, an „Citizen Vigilante“ überhaupt mitzuwirken, sei Geld gewesen, so der „Insider“. Nach Vorwürfen sexueller Gewalt gegen ihn zog sich Hammer 2021 aus Hollywood zurück und begab sich in Therapie, verlor aber auch alle seriösen Engagements. Zeitweise arbeitete er sogar in einem Hotel auf den Cayman Islands. Er soll verzweifelt auf der Suche nach einer Rolle gewesen sein, was sich Boll zunutze machte. In einem Interview mit dem Hollywood Reporter sagte Hammer vor Veröffentlichung von „Citizen Vigilante“: „Ich hätte sogar einen verdammten Werbespot für Katzenfutter gemacht.“
Ein Ausländer macht Jagd auf Ausländer
In „Citizen Vigilante“ spielt Armie Hammer einen Ausländer (aus den USA), der in Europa Jagd auf andere straffällig gewordene Immigranten macht und eine komplette syrische Familie auslöscht, deren Sohn zuvor sexuelle Gewalttaten begangen hatte. Seit Veröffentlichung feiern rechte und rechtsextreme Plattformen, Parteien und Medien den Film als „realistische Darstellung der Zustände in Europa“, Regisseur Uwe Boll nimmt die Rolle als rechter Propagandist dankbar an.
In sozialen Medien häufen sich inzwischen durch den Film inspirierte Gewaltaufrufe und -verherrlichungen: „Einige in Europa werden sich wünschen, wenn sich einer um solche Leute (Immigranten aus dem Nahen Osten; Anm.) kümmert“ oder „Jeder würde jubeln, wenn so ein Mann aufräumt!“ Damit wird die Richtigkeit der ursprünglichen Entscheidung der FSK, dem Film keine Freigabe zu erteilen, bestätigt. (Christian Klosz)
„Nicht-Nazi“ Uwe Boll promotet seinen Film bei rechtsextremem Sender
Armie Hammer in schwuler Romanze „Call me by your name“
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