Die Romantic Comedy „Amore und Basta!“ war in ihrer Heimat Italien ein großer Erfolg, am 30. Juli 2026 kommt der Film auch in unsere Kinos. Er erzählt die Geschichte von Alessandra (Claudia Pandolfi) und Valerio (Edoardo Leo). Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, doch nach einer kurzen Affäre müssen sie sich zusammenraufen. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich eine charmante Komödie, die neben ihrer Liebesgeschichte auch Themen wie Selbstbestimmung, Sexismus, Familienbilder und gesellschaftliche Erwartungen aufgreift.

Kritik von Johanna Noak

Alles beginnt damit, dass einander die beiden Fremden Alessandra und Valerio zufällig im Bus begegnen – zugleich die erste humorvolle Szene des Films. Dort stellen sie fest, dass sie eine ungewöhnliche Gemeinsamkeit haben: Beide können keine Kinder bekommen. Daraus entwickelt sich schnell eine lockere Affäre. Von Beginn an ist klar, dass es sich dabei für beide lediglich um unverbindlichen Sex handelt. Als Alessandra schließlich eine neue Stelle als Lehrerin antritt, stellt sich heraus, dass ausgerechnet Valerio der Schulleiter ihrer Schule ist. Das Chaos ist somit vorprogrammiert.

„Amore und Basta!“: Eine charmante Rom-Com aus Italien

Beide versuchen zunächst, ihre Affäre möglichst professionell geheim zu halten, was jedoch nicht immer gelingt. Gerade die Spannungen und Neckereien zwischen den beiden machen „Amore und Basta!“ durchaus amüsant und sorgen immer wieder für den einen oder anderen Schmunzler.

Der zentrale Wendepunkt des Films von Regisseur Massimiliano Bruno kündigt sich früh an und lässt sich leicht erahnen: Alessandra wird schwanger. Obwohl beide eigentlich keine Kinder bekommen können, tritt die minimale Wahrscheinlichkeit tatsächlich ein. Dieser unerwartete Umstand verändert alles und stellt die beiden Protagonisten vor große Herausforderungen.

Während Alessandra als Freigeist emanzipiert lebt, Feministin ist, wenig Wert auf Ordnung legt und sich nicht an gesellschaftliche Konventionen gebunden fühlt, ist Valerio das genaue Gegenteil. Er ist strukturiert, plant alles bis ins kleinste Detail, möchte jeden Arzttermin begleiten und hält sämtliche Informationen sorgfältig fest. Diese gegensätzlichen Weltanschauungen prallen immer wieder aufeinander und erschweren sowohl ihre Beziehung als auch die gemeinsame Vorbereitung auf das Elternsein: Alessandra etwa möchte ihr Leben mit Kind auf ihre eigene, unkonventionelle Weise gestalten, und zwar ohne Hochzeit, Taufe oder klassisches Zusammenziehen.

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„Gegensätze ziehen sich an“

Dennoch geben beide ihre Beziehung nicht sofort auf. Zwischen ihnen besteht trotz aller Unterschiede Sympathie und Zuneigung, weshalb sie versuchen, einen gemeinsamen Weg zu finden. Im Laufe von „Amore und Basta!“ lernen sie außerdem die Familien des jeweils anderen kennen. So wird deutlich, warum beide zu den Menschen geworden sind, die sie heute sind.

Der Film bezieht seine Dynamik und seinen Humor aus der Unterschiedlichkeit der beiden Hauptfiguren, die sich nicht nur in ihrer Beziehung zeigt: Auch in der Schule geraten Alessandra und Valerio immer wieder aneinander. Ihre unterschiedlichen Einstellungen spiegeln sich auch in ihrer pädagogischen Arbeit wider. Als eine Gruppe von Schülerinnen sich für mehr psychologische Unterstützung und bessere Aufklärung an der Schule einsetzen möchte, blockt Valerio diese Anliegen zunächst eher ab. In Alessandra hingegen finden die Schülerinnen eine engagierte Unterstützerin.

amore und basta film

„Amore und Basta!“ gibt Impulse, nachzudenken

„Amore und Basta!“ zeigt, wie sich zwei Menschen auf ihre Weise lieben können, auch wenn ihre Beziehung nicht dem klassischen Bild einer Partnerschaft entspricht. Dabei wirft der Film die Frage auf, ob es überhaupt nur den einen richtigen Weg gibt, gemeinsam ein Kind großzuziehen oder eine Beziehung zu führen. Gleichzeitig regt er dazu an, darüber nachzudenken, ob die Gesellschaft bereit ist, alternative Lebensmodelle zu akzeptieren und zu normalisieren.

Dabei bleibt der Ton durchgehend leicht und unterhaltsam. Der Film möchte seine Themen nicht bis ins Letzte ausdiskutieren oder philosophisch vertiefen. Stattdessen setzt er Impulse und überlässt die eigentliche Auseinandersetzung dem Zuschauenden.

Fazit

„Amore und Basta!“ gelingt es, aktuelle gesellschaftliche Themen wie feministische Rollenbilder, alternative Familienmodelle und Selbstbestimmung in eine unterhaltsame Geschichte zu verpacken. Wirklich in die Tiefe geht der Film jedoch nicht. Viele Konflikte werden vergleichsweise schnell gelöst, wodurch einige emotionale Momente an Wirkung verlieren. Dennoch überzeugt die Komödie mit zwei sympathischen Hauptfiguren, italienischem Charme und einer Botschaft, die zum Nachdenken anregt, ohne dabei belehrend zu wirken.

Bewertung

Bewertung: 6 von 10.

(60/100)

„Amore und Basta!“: Komödie, 108 min, ab 12 Jahren. Ab 30.7.2026 im Kino (D, Ö)

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Bilder: ©Maria Marin, Busch Media Group