Im März diesen Jahres präsentierten wir euch 5 Horrorperlen, die abseits des Gängigen für ordentlich Schauder und Grusel sorgen. Seitdem hat sich einiges getan: in den Kinos sorgten Kracher wie „A quiet place“ oder Pascal Laugiers „Ghostland“ für Furore, und auch im weiteren Jahresverlauf wartet das Genre mit hoch angepriesenen Vertretern wie „Hereditary“ oder der Fortsetzung von „The Strangers“ auf.

Horrorfans dürfen sich also freuen, und damit die Wartezeit nicht allzu lange wird, haben wir 5 weitere Geheimtipps für euch zusammengetragen, die garantiert nicht in jeder Aufzählung auftauchen.

von Cliff Brockerhoff / www.instagram.com/man_of_steelbook/

  • „The Taking of Deborah Logan“

Das Bekannteste an diesem Film ist wohl eine ganz bestimmte Szene, die gerne als Screenshot herhalten muss, um inhaltsleere Horrorbeiträge „aufzuwerten“. Aber nicht nur diese Passage des Films kann überzeugen; insgesamt bietet „The Taking of Deborah Logan“ absolut soliden „found footage“ Stoff, der das Barometer an einigen Stellen sogar deutlich in die oberen Regionen ausschlagen lässt.

Geschrieben wurde das 2014 erschienene Werk von Adam Robitel, der unter anderem als Regisseur im vierten Teil der „Insidious“-Reihe fungierte. Erzählt wird die Geschichte von drei Dokumentarfilmern, die eine Doku über die an Alzheimer erkrankte Deborah Logan (überragend gespielt von Jill Larson) drehen wollen und im Laufe der Dreharbeiten feststellen müssen, dass Deborah noch ganz andere Probleme plagen.

Düster, kurzweilig und kompromisslos: „The Taking of Deborah Logan“ weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Storytechnisch erfindet der Film das Rad nicht neu, wartet aber dafür mit einer intensiven Atmosphäre auf, die selbst gestandenen Horrorfans durchaus einen Schauer über den Rücken laufen lassen kann.

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  • „Lavender“

Der amerikanische Vertreter „Lavender“ setzt weniger auf Atmosphäre und fokussiert sich stattdessen auf eine spannende und leicht verwundene Geschichte rund um Jane, die nach einem traumatischen Kindheitserlebnis versucht, ihre eigene Vergangenheit zu erkunden.

Auch wenn das Erzähltempo eher niedrig ist, kann das Ensemble rund um Abby Cornish (Sucker Punch, Three Billboards outside Ebbing, Missouri) den Zuschauer durch schauspielerische Klasse fesseln. Schon die Eröffnungsszene deutet mit Hilfe von slow-motion-Technik und einer eindringlichen Spieluhren-Melodie an, welches Potenzial dieser Film besitzt.

Dieses wird im weiteren Verlauf fast gänzlich ausgenutzt, weshalb nur wenig bemängelt werden kann. Insbesondere der famose Instrumental-Soundtrack fällt, ohne je zu aufdringlich zu werden, immer wieder positiv auf und versorgt die visuelle Komponente mit der richtigen Stimmung, sodass „Lavender“ zusammengefasst ein Film geworden ist, dessen intelligente Story ihn wunderbar vom Genre-Stereotyp abgrenzt und der deutlich mehr Beachtung verdient, als er aktuell erhält.

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  • „Grace“

Wer es etwas deftiger mag, und nicht zwingend eine klug erzählte Geschichte benötigt, um Spaß am Gesehenen zu verspüren, dem sei der 2009 veröffentlichte „Grace“ empfohlen.

Präsentiert wird das Leben von Madeleine Matheson, die nach einem Unfall ein totes Baby im Bauch trägt, dieses aber weiterhin austragen will. Genreaffine Leser werden jetzt möglicherweise schon erahnen, in welche Richtung die Reise geht. Schwach gezeichnete Charaktere machen Platz für blutige Ausschweifungen, die teilweise recht derb ausfallen.

Bei einer Lauflänge von knapp 80 Minuten versucht das auf einem Kurzfilm basierende Werk niemals irgendetwas darzustellen, was es nicht sein kann. Die Stärken liegen klar auf der Hand, und auch wenn es hier und da ruhig noch etwas blutiger hätte sein können; „Grace“ ist kurzweiliger Softgore, der gerade Müttern die ein oder andere schlaflose Nacht bescheren dürfte.

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  • „Hounds of love“

Etwas anspruchsvoller kommt „Hounds of love“, ein australischer Ableger aus dem Jahre 2016 daher. Mit einem 90% Rating auf Rotten Tomatoes und diversen Preisen ausgestattet, sortiert sich dieser Film im Bereich des Psychohorror ein.

Im Fokus steht dabei das Ehepaar White, das nach außen hin seriös und vertrauenswürdig wirkt, zu Hause aber gerne mal aufgelesene Teenager foltert und misshandelt. Es sei direkt erwähnt, dass es sich keinesfalls um einen stumpfen Film handelt, der sich auf die möglichst blutige Darstellung der Folter konzentriert.

Vielmehr wird der Überlebenskampf des Opfers, aber auch der aufkeimende Zwiespalt der Täter beleuchtet, sodass der Zuschauer selbst entscheiden muss, auf welcher Seite er letztlich steht. Die kühle, raue Optik steht dem Film ausgezeichnet zu Gesicht, und wenn bei einer Szene der Klassiker „Nights in white satin“ ertönt, sorgt der Film für Gänsehaut. Auch wenn eine Szene etwas „over the top“ ist und an der Grenze des benötigten Horrors kratzt, gelingt „Hounds of love“ ein gekonnter Spagat zwischen Psychoterror und Emotion.

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  • „Ich seh ich seh“

In dieselbe Kerbe schlägt auch „Ich seh ich seh“, ein absoluter Geheimtipp der europäischen Filmkultur. Das österreichische Werk widmet sich einem Plot, der nach der Sichtung aber deutlich tiefer greift und einen Einblick in ein Krankheitsbild bietet, dass schon deutlich schockierender ist als so mancher Horrorfilm.

Präsentiert wird die Welt von Elias und Lukas, zwei Heranwachsenden, die zusammen mit ihrer Mutter in einem abgeschiedenen Haus am See leben. Das Verhältnis zwischen den Söhnen und ihrer Mutter ist angespannt und entwickelt sich mit Fortlauf zu einer düsteren Geschichte rund um die Themen Familie, Trauer und Wut.

Dabei agiert „Ich seh ich seh“ an manchen Stellen überraschend brutal und bietet neben einer mit Details gespickten Handlung auch die blutige Facetten des Genres. So selten dies über einen Horrorfilm konstatiert werden kann, kann die komplette Klasse dieses Werkes erst nach einer zweiten Sichtung erfasst werden. Viele Details offenbaren sich spät, sodass der österreichische Vertreter zu weiteren Durchläufen einlädt und auf einem Niveau spielt, das so nicht abzusehen war.

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