Die Veröffentlichung der Joker-Origin-Story rückt näher: Am 10. Oktober soll der von „Hangover“-Regisseur Todd Phillips inszenierte und von Martin Scorsese produzierte Streifen in unsere Kinos kommen. Die Besetzung des Jokers mit Joaquin Phoenix sorgte bereits für einiges Aufsehen, ebenso erste, veröffentlichte Bilder vom Dreh und der erste, sehenswerte Trailer.

von Christian Klosz

Dass der Film ungleich düsterer als die Superhelden-Massenware von Marvel und DC werden soll, und vor allem die Genese des Schurken beleuchten soll, war schon bisher bekannt, einige zogen gar Parallelen zu Scorsese „Taxi Driver“. Nun aber ließ Phillips mit der Aussage aufhorchen, dass sich „Joker“ überhaupt von den Comic-Vorlagen entfernen will, und seine eigene Geschichte erzählen will, die mit dem literarischen Vorbild mitunter nur mehr wenig zu tun hat.

„Die Leute werden deswegen bestimmt ziemlich wütend sein“, spekulierte der Regisseur jüngst in einem Interview mit Empire. Grund für den kreativen Alleingang sei die eigenständige Darstellung der Figur: „Wir haben unsere eigene Version davon geschrieben, wo ein Typ wie der Joker herkommen könnte. Es geht gar nicht um den Joker, sondern nur darum, wie man zu ihm wird“

Die Herangehensweise mag Hardcore-Fans der Comics mitunter tatsächlich vor den Kopf stoßen. Gleichzeitig könnte man dadurch viele neue Fans ansprechen, die mit der üblichen Superheldenkost wenig anfangen können. Von Warner, dem Studio, war von Anfang an geplant, einen „Anti-Superheldenfilm“ zu drehen, der sich in keines der bekannten Universen pressen lässt, man stellte auch in Aussicht, dass der „Joker“-Film der Startpunkt eine ganzen Reihe solcher Filme sein könnte, die Geschichten einzelner Comicfiguren auf andere Art und Weise und mit anderen dramaturgischen und inszenatorischen Zugängen beleuchten.

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