Ein Monat lang haben wir bei Film plus Kritik nun Weihnachtsfilme gesammelt, geschaut, diskutiert und bewertet. Die Ergebnisse bzw. die Filmauswahl haben wir euch hier auf der Seite und auf unserer fb-page präsentiert, und nun steht das Ergebnis fest: Wir haben einen Sieger, und 14 weitere Werke, die für uns besten Weihnachtsfilme aller Zeiten.

Erstellt wurde die Reihung wie folgt: Die 24 Filme wurden zuerst von der Redaktion zusammengestellt, dann gesichtet – nicht jeder von jedem, aber so, dass wir zumindest zu jedem Film 2 Wertungen hatten, und schließlich einen Durchschnittswert berechnen konnten. Bewertet wurde wie gewohnt auf einer Skala von 1 bis 100. Die Wertungen im Detail könnt ihr HIER nachlesen.

Nun denn, das sind sie, unsere 15 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten. Viel Spaß beim Lesen!

Platz 15: „Anna und die Apokalypse“, Rating: 73

Britisches Horror-Musical, das Kritiker ob seiner Kreativität begeisterte: „wunderbar verrückt und hochgradig unterhaltsam“ meinte Variety, „eine Kreuzung aus Glee und einem George-Romero-Film“ The Verge und Filmstarts titelte „eigenwilliges Herzensprojekt mit Ecken und Kanten und einem ganz eigenen Charme“. Ein neuzeitlicher Klassiker mit hohem Unterhaltungswert.

Platz 14: „Das Wunder von Manhatten“, Rating: 73.7

Remake des Klassikers von 1947 unter Federführung von John Hughes und mit Sir Richard Attenorough als „heimlicher“ Santa Kris Kringle. Eine berührende Geschichte über die Macht der Fantasie und darüber, dass auch Dingen, die nicht rational beweisbar sind, als Symbole Wahrhaftigkeit und Geltung zukommt, dass Glauben manchmal wichtiger ist als Wissen.

Platz 13: „Kevin – Allein zu Haus“, Rating: 73.8

Ein Film, der eine ganze Generation prägte. Macaulay Culkin verteidigt als gerissener Kevin „sein“ Zuhause gegen eine Gauner-Bande (u.a. Joe Pesci), nachdem er von seiner Familie zuhause vergessen worden war. Neben den Slapstick-Einlagen und den kreativen Selbstverteidigungsmaßnahmen bleibt vor allem eines im Gedächtnis: Das Gedankenspiel „Was wäre wenn…“ ein kleiner Junge allein zu Haus‘ ist.

Platz 12: „Nightmare before Christmas“, Rating: 74.4

Stop-Motion-Muscial nach einer Story von Tim Burton, das sich durch große Kreativität und Bildfantasie auszeichnet. Das „Lexikon des internationalen Films“ meinte: „Ein in ebenso düsterer und romantischer wie bewegender und komischer Atmosphäre angesiedelter Puppentrickfilm. Ein kleines Meisterwerk des surrealen Kinos.“

Platz 11: „Bad Santa“, Rating: 74.5

Er säuft, raucht, vögelt, stiehlt und verhält sich auch sonst so, wie man es sich von einem Weihnachtsmann nicht erwartet oder erhofft. Dass Terry Zwigoffs zynischer, schwarzhumoriger und politisch völlig unkorrekter Anti-Weihnachtsfilm dennoch Lust und Laune macht, liegt vor allem an Billy Bob Thornton und einem genialen Soundtrack. Der perfekte Film für Weihnachts(film)muffel.

Platz 10: „Single Bells“, Rating: 74.7

Die deutsch-österreichische TV-Produktion hat inzwischen Kultstatus, und läuft jährlich im Fernsehen. Die Kritik war begeistert: „Kultverdächtig wie Dinner for One und wunderbar böse! Dieser Film sollte alle Jahre wieder auf den Gabentisch kommen,“ befand Der Spiegel 1998.

Platz 9: „Der Polarexpress“, Rating: 75.8

Komplett animierter Weihnachtsfilm, dessen Figuren u.a. nach dem Vorbild von Tom Hanks gestaltet wurden, der auch synchronisiert. Robert Zemeckis Film zeichnet sich vor Allem durch hohe Rasanz aus und bietet bestes Sehvergügen für Jung & Alt.

Platz 8: „Schöne Bescherung“, Rating: 76

Einer der ganz großen Klassiker: Chevy Chase und seine verrückte Familie versuchen, ein Weihnachtsfest für die ganze kaputte Familie auf die Beine zu stellen. Wie zu erwarten läuft alles schief, von der Beleuchtung über das Fällen des Christbaums bis hin zum Truthahn. Zum Schreien komisch, und gegen Ende mit viel Herz.

Platz 7: „Die Geister, die ich rief“, Rating: 76.8

Schwarze Weihnachtskomödie aus dem Jahr 1988, die sich an Charles Dickens „A Christmas Carol“ orientiert. Zu sehen ist Bill Murray in einer Paraderolle als egomanischer Zyniker, der die wahre Bedeutung von Weihnachten erst wieder lernen muss.

Platz 6: „Die Glücksritter“, Rating: 78.7

Ein bei uns zu Unrecht eher unbekannter Weihnachtsfilm von John Landis, der ein soziales Experiment anstellt: Dan Aykroyd als Börsen-Snob und Eddie Murphy als Kleinkrimineller tauschen Plätze, und siehe da: Der vorwegs Unterprivilegierte brilliert in der neuen Umgebung, während der soziale Absturz des anderen nicht aufzuhalten ist. Ein kluger wie unterhaltsamer Beitrag zur „nature-nurture“-Debatte, von Lohn Landis temporeich inszeniert.

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Platz 5: „Stirb Langsam“, Rating: 79.5

Für viele der ultimative Weihnachtsfilm, ohne dessen Sichtung kein heiliges Fest. Bruce Willis wurde durch seine Darstellung des New Yorker Cops John McClane endgültig zum Superstar, der Film zog ob seines Erfolgs eine Reihe auch sehr unterhaltsamer Fortsetzung nach sich. Im Gedächtnis bleiben in erster Linie die rasanten Action-Szenen und die genialen One-Liner, die Willis en masse von sich gibt.

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Platz 4: „Edward mit den Scherenhänden“, Rating: 81.3

Ein junger Johnny Depp liefert in einer typischen Johnny-Depp Rolle – als liebenswürdiger Outsider – eine seiner besten Leistungen ab. Regisseur Tim Burton zauberte mit „Edward“ ein modernes Märchen, in dem er sein ganzes Können als Regisseur beweist, eine beeindruckende Optik und Herzensgüte runden diesen Klassiker ab.

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Platz 3: „Gremlins“, Rating: 82

Joe Dantes geniale Gesellschaftssatire, die dazu führte, dass in den 80-ern jedes Kind einen kleinen Mogwai zu Hause haben wollte. Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Eine boshaft-hintersinnige Horror-Farce über die Ambivalenz des Wunderbaren und die Kehrseite des technischen Fortschritts und der modernen Konsumgesellschaft; ätzend-karikierend, bisweilen auch trivial und kraß in den Ausdrucksmitteln, aber insgesamt in ihrer Gesellschaftskritik treffend.“

Platz 2: „Tatsächlich…Liebe“, Rating: 83.7

Der britische Episodenfilm mit einem All Star-Cast gilt für viele als der „ultimative Weihnachtsfilm“. Cinema titelte: „Mit beeindruckender Sicherheit gelingt es Curtis, die ganze Bandbreite dieses wunderbaren und manchmal auch schrecklichen Gefühls Liebe auf die Länge eines Films zu verdichten, der das Zeug zum Weihnachtsklassiker hat. Merry Christmas!“ – und dem ist nichts hinzuzufügen.

Platz 1: „Ist das Leben nicht schön?“, Rating: 91.5

Frank Capras Klassiker, der die Geschichte des engagierten Bürgers George Bailey erzählt, der in der Weihnachtsnacht wegen eines Missgeschicks seinen Lebensmut verliert und sich von einer Brücke stürzen will – bis er von einem Engel gerettet wird. Damals ein kommerzieller Misserfolgt, gilt der Film heute für viele als einer der besten aller Zeiten. „Ein typischer Capra-Film. Typisch in seinem optimistischen Glauben an das Gute im Menschen und die Kraft der Solidarität; typisch auch in der einfallsreichen Machart, die realistische und märchenhafte Motive mit Geschick und Geschmack verbindet. Dabei hat Capra seine Geschichte wieder auf dem schmalen Grat zwischen Humor und Gefühl angesiedelt, wobei er reine Sentimentalität geschickt vermeidet, indem er gefühlvolle Szenen fast immer mit einem ironischen Gag gleichsam augenzwinkernd beendet.“ (Reclam Filmführer)