Die Darstellung von Donald Trump als US-Präsident ist an sich schon preisverdächtig, wenngleich wohl eher Die goldene Himbeere der passende Award für den Selbstdarsteller wäre, und nicht der Oscar. Ob das US-Polit-Drama in eine zweite Staffel geht, werden wir im November erfahren, wenn die US-Wahl ansteht. Knapp danach soll es die erste (ernsthafte) TV-Serie geben, die Trump in den Mittelpunkt stellt: „The Comey Rule“ erzählt vom Konflikt zwischen dem Ex-FBI-Chef James Comey und Donald Trump und basiert auf Comeys im letzten Jahr veröffentlichten Buch „Higher Loyality“. Produziert wird die 4-teilige Miniserie von Showtime („Californication“, „Shameless“), Regie übernimmt Billy Ray, der auch für die Amazon Prime-Serie „The Last Tycoon“ und das Buch für „The Hunger Games“ verantwortlich zeichnet, und auch hier das Drehbuch verfasst hat.

Die Rolle von Trump übernimmt der Ire Brendan Gleeson („Harry Potter“, „Brügge sehen…und sterben?“), wie einem ersten veröffentlichten Bild vom Dreh zu entnehmen ist. Die Rolle von Comey soll Jeff Daniels übernehmen. Auch in den Nebenrollen finden sich weitere bekannte Namen: Holly Hunter verkörpert die stellvertretende Generalstaatsanwältin der USA Sally Yates; Peter Coyote spielt den ehemaligen FBI-Direktor und Sonderermittler Robert Mueller; William Sadler stellt den Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn dar; Kingsley Ben-Adir verkörpert Trumps Vorgänger Barack Obama; und Joe Lo Truglio spielt den ehemaligen Justizminister Jeff Sessions.

Der US-Kabelsender Showtime wird „The Comey Rule“ Ende November an zwei Abenden ausstrahlen, und der Zeitpunkt ist vermutlich nicht zufällig gewählt: Am 3. November wird die Präsidentschaftswahl in den USA entschieden. Der Grund für die Ausstrahlung der Miniserie nach den Wahlen könnte sein, dass man so jegliche Beeinflussung der Wähler vermeiden möchte. (red./ck)

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