Gut Ding braucht Weile: Bereits 2007 plante Steven Spielberg, „The Trial Of The Chicago 7“ zu verfilmen, doch das Projekt verlief im Sand. Es folgten Ben Stiller und Paul Greengrass als potentielle Nachfolger auf dem Regiestuhl. Nun ist es Oscar-Preisträger Aaron Sorkin („The Social Network“, „Molly’s Game“, „Eine Frage der Ehre“), der das Projekt, für das er ohnehin schon das Drehbuch verfasst hatte, selbst verfilmt – und zwar für Netflix: Denn „Chicago 7“ soll aufgrund der tristen Lage für Kinos derzeit ab 16.10 auf dem Streamingdienst zu sehen sein.

Der auf wahren Ereignissen basierende Film ist grandios besetzt: So erwarten uns unter anderem Eddie Redmayne („The Danish Girl“), Sacha Baron Cohen („Borat“), Joseph Gordon-Levitt („Project Power“), Michael Keaton („Birdman“) und Mark Rylance („Dunkirk“).

Worum geht es in „The trial of the Chicago 7“? Es kommt 1968 in Chicago zunächst zu friedlichen Demonstrationen, unter anderem gegen den Vietnamkrieg, bis die Polizei schließlich eine Ausgangssperre verhängt – und es fünf Tage und Nächte lang zu gewalttätigen Gefechten kommt, bei denen hunderte Menschen verletzt werden. Selbst der Stab von konservativen US-Präsident Lyndon B. Johnson sieht die Verantwortung für die Eskalation bei der Polizei- dennoch kommen sieben Rädelsführer der Krawalle vor Gericht, wo sie sich in einem Prozess den Anschuldigungen gegen sie stellen müssen: Nicht zuletzt aufgrund der Vorkommnisse in den USA in den letzten Monaten ein Film mit höchster Aktualität.

In den USA soll der Film im September auch in ausgewählten Kinos zu sehen sein, bevor er auf Netflix landet, bei uns ist derzeit laut aktuellem Stand kein (limitierter) Kinostart geplant. (red.)

Update 18.9.: Laut unseren Infos soll der Film zumindest in Österreich limitiert zu sehen sein: Der Filmladen-Verleih zeigt „The Trial…“ ab 2.10. vor dem Netflix-Start in ausgewählten Kinos.