Gestern sorgten diverse Medienberichte für helle Aufregung in den sozialen Medien: Nachdem Schauspielerin Lashana Lynch in einem Interview bestätigt hatte, im neuen Bond-Film „No time to die“ einen Kurzauftritt aus Agentin 007 zu haben, berichteten mehrere Medien fälschlicherweise davon, dass „Bond“ oder „007“ nun weiblich wäre. Dabei handelt es sich jedoch um eine Falschinformation bzw. eine Verdrehung der tatsächlichen Aussagen, denn es ist bereits seit Monaten bekannt, dass sich der von Daniel Craig verkörperte James Bond zu Beginn des neuen Films im Ruhestand befindet und in der Zeit von einer weiblichen Agentin „vertreten“ wird.

Zusätzlich gab es in den letzten Wochen immer wieder neue Infos bezüglich der Suche nach einem neuen Bond-Darsteller, da Craig bekanntlich nach „No time to die“ Schluss macht, und vieles deutete darauf hin, dass Tom Hardy der neue 007 werden könnte. Noch schwerwiegender ist freilich die wiederholte Aussage von Bond-Produzentin Barbara Broccoli, deren Familie die Bond-Reihe seit Jahrzehnten finanziert, nachdem es regulär niemals eine weibliche 007 geben würde, da die Figur simpel und einfach männlich sei (nachzulesen u.a. auch hier: https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/news/james-bond-female-007-no-time-die-daniel-craig-release-date-a9285166.html). Das schließt aber natürlich nicht aus, dass es eine vergleichbare Reihe mit einer weiblichen Topagentin geben könnte – allerdings nicht als „007“.

Die (bewusst verzerrten) Berichte über die angeblich weibliche 007 bzw. darüber, dass Lashana Lynch Daniel Craig im nächsten Film als Bond beerben könnte (wovon tatsächlich nie die Rede gewesen war) versetzte Social Media-Communities gestern in hellen Aufruhr: Auf Twitter, aber noch mehr auf Facebook führten die Berichte zu teils hitzigen Diskussionen, wenngleich sich die überwiegende Mehrheit gegen die vermeintliche „Geschlechtsumwandlung“ von Agent 007 aussprach. Hinweise bezüglich der Falschinformation konnten die Hysterie oft trotzdem nur schwer bremsen, weshalb viele Diskussionen von Gruppen-Administratoren geschlossen werden mussten (ck).