Kris Kristofferson ist tot. Der US-Musiker und -Schauspieler starb gestern im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt.
Kristofferson wurde am 22. Juni 1936 in Brownsville, Texas, geboren. Als begabter Schüler erhielt er ein Rhodes-Stipendium, um an der Oxford University zu studieren, wo er englische Literatur belegte. Während dieser Zeit entwickelte er seine Leidenschaft für das Songwriting und die Musik. Nach seinem Studium entschied er sich, entgegen den Erwartungen seiner Familie, eine Karriere in der Musik zu verfolgen.
In den 1960er Jahren zog Kristofferson nach Nashville, das Zentrum der Country-Musik. Zunächst hatte er es schwer, Fuß zu fassen, arbeitete als Hausmeister und Hubschrauberpilot, während er weiter Songs schrieb. Sein Durchbruch kam, als Johnny Cash seine Komposition „Sunday Mornin‘ Comin‘ Down“ aufnahm, was Kristofferson zum Ruhm verhalf. Weitere Hits wie „Me and Bobby McGee“, das durch Janis Joplin berühmt wurde, und „Help Me Make It Through the Night“ machten ihn zu einem gefragten Songwriter.
In den 1970er Jahren begann er auch, Alben als Solokünstler zu veröffentlichen, die Kritikerlob und kommerziellen Erfolg ernteten. Eines seiner bekanntesten Alben ist The Silver Tongued Devil and I (1971). Er war auch Mitglied der legendären Country-Supergruppe The Highwaymen neben Johnny Cash, Waylon Jennings und Willie Nelson.
Neben seiner Musik erlangte Kristofferson auch als Schauspieler Anerkennung. Sein Filmdebüt gab er 1971 in The Last Movie, einem Film von Dennis Hopper. Doch es war seine Rolle als Star in der Neuverfilmung von A Star Is Born (1976) an der Seite von Barbra Streisand, die ihm internationalen Ruhm einbrachte. Für seine Darstellung eines alkoholabhängigen Musikers gewann er einen Golden Globe. Der Film war ein großer Erfolg und festigte seine Position als Hollywoodstar.
In den folgenden Jahrzehnten spielte Kristofferson in zahlreichen Filmen mit. Zu seinen bemerkenswerten Auftritten gehören Rollen in Pat Garrett and Billy the Kid (1973), Alice Doesn’t Live Here Anymore (1974), Heaven’s Gate (1980) und der Blade-Filmreihe, in der er Whistler, den Mentor des von Wesley Snipes gespielten Titelhelden, verkörperte.
2004 wurde Kristofferson in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. In den letzten Jahren hat er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. (red)
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Bildquelle: imgbin
