„One Battle After Another“ heißt der neue Film von Paul Thomas Anderson („Der seidene Faden“) mit Leonardo DiCaprio als Ex-Revoluzzer und verzweifelter Vater, der seine entführte Tochter sucht, er ist jetzt im Kino zu sehen. Das hochaktuelle, fast 3-stündige Epos wird von vielen Kritikern bereits jetzt als Film des Jahres – oder gar des Jahrzehnts – gefeiert.
„One Battle After Another“ (2025): Handlung
In einer waghalsigen Aktion stürmt die Widerstandsgruppe „French 75“ das Otay Mesa Detention Center, ein von der ICE betriebenes Gefängnis, und befreit in einem über 200 inhaftierte Einwanderer. Die Operation richtet sich gegen Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn), einem skrupellosen US-Marshal, der die Einrichtung kontrolliert.
Sechzehn Jahre später lebt Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio), einst Sprengstoffexperte der Gruppe und bekannt als „Ghetto Pat“, ein zurückgezogenes Leben in der Wüstenstadt Baktan Cross. Drogenprobleme plagen ihn, die Angst, von Lockjaw aufgespürt zu werden, bestimmt seinen Alltag und er meidet Handys und Internet, um nicht gefunden zu werden. Lockjaw ist indes Mitglied der rassistischen Miliz „Christian Adventurer Club“.
Als Bobs 16-jährige Tochter Willa entführt wird, will er seine alten Kontakte reaktivieren und um Hilfe bitten – doch sein Drogenkonsum hat die Erinnerungen an die geheimen Passwörter ausgelöscht.
„One Battle After Another“ (2025): Kritik
Grundsätzlich muss man immer freuen, wenn Paul Thomas Anderson einen neuen Film herausbringt. Mit „Magnolia“ schuf der Regisseur-Autor einen der besten Filme der 90er, mit „There will be blood“ zweifelsohne eines der prägenden Werke des 21. Jahrhunderts. Wenn er sich nun mit Leo DiCaprio zusammentut, kann eigentlich nur Gutes herauskommen – und wenn man den Kritiken und Bewertungen zu „One Battle After Another“ glaubt, ist das auch der Fall.
Die Mischung aus Action-Thriller und absurder Tragikömodie wird von vielen Kritikern geradezu hymnisch gefeiert, als „Film des Jahres“ bezeichnet, auf Bewertungsplattformen erhält er nahezu perfekte Ratings. Selbst Regiegrößen wie Martin Scorsese und Steven Spielberg zeigen sich überwältigt von „One Battle After Another“.
Außerdem ist der Film thematisch hochaktuell – es geht auch um gesellschaftliche Polarisierung, ICE und eine fundamentalistische christliche Gruppierung – und wird als Andersons kommerziellster Film bezeichnet, ohne qualitative Konzessionen zu machen. Mit weit über 100 Millionen Produktionskosten ist „One Battle After Another“ jedenfalls sein bisher teuerster Film. Gelobt werden auch die Leistungen von DiCaprio, wie fast immer, und von Sean Penn, der nach mehreren Jahren im Abseits wieder in den Mainstream zurückkehrt.
Andersons Verfilmung basiert übrigens lose auf dem Roman „Vineland“ von Thomas Pynchon, der in der Reagan-Ära in den 1980er Jahren spielt, der Regisseur verlegt die Handlung aber in die Gegenwart. Die Wahl der Vorlage ist konsequent: Bereits mit „Inherent Vice“ hatte Anderson ein Buch des US-Kultautors verfilmt. (Christian Klosz)
Unsere Filmanalyse zu „One Battle After Another“ erscheint in den kommenden Tagen auf unserer Website.
„One Battle After Another“ (2025) – Trailer
Bild: (c) Warner Bros.
