Der kolumbianische B-Actionfilm „Dominique“ beginnt gleich einmal mit einem Kampf, mehreren Toten und setzt so direkt den Ton für den ganzen Film. Mit einem klaren Fokus auf seine Hauptfigur, die sich durch eine von Verrat und Gewalt geprägte Unterwelt kämpft, liefert der Film spannende Unterhaltung, die an bekannte Action-Reihen wie „John Wick“ und „The Equalizer“ erinnert, aber eine eigene Handschrift präsentiert.

von Richard Potrykus

„Dominique“: Einsame Wölfin auf Rachefeldzug

Ohne zu viel zu verraten: „Dominique“ folgt seiner Protagonistin gleichen Namens (Oksana Orlan) auf einem Rachefeldzug, der von persönlichem Verlust und einem dunklen Geheimnis angetrieben wird. Die Filmlänge ist mit 100 Minuten nicht besonders lang und genau richtig, doch ist die Hintergrundgeschichte Dominiques schon auch pseudodüster und möchtegern-mysteriös: Sie ist die klassische einsame Wölfin, mit einer Vergangenheit, die im Dunklen liegt, und dem Herz am rechten Fleck. Dazu passend gibt es einen geradlinigen Plot, der zwar mit der einen oder anderen Wendung aufwarten kann, bei dem man aber stets weiß, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.

Die Figur der Dominique präsentiert sich als eine in HD gedrehte 80er-Jahre-Version einer Kombination aus “John Wick” und “The Equalizer”. Eine charismatische Einzelkämpferin, die mit beeindruckenden Fähigkeiten und einem unerschütterlichen Willen ausgestattet ist. Doch während Wick und McCall mit einer fast mythischen Aura daherkommen, wirkt sie menschlicher, verletzlicher – zumindest in den ruhigen Momenten, die allerdings selten sind.

Und so bietet der Film eine kurzweilige Exposition, ein bisschen Menschlichkeit hier und da und einen soliden Mittelteil. Und eigentlich ist auch das Ende des Films gut. Nur die allerletzte Sequenz macht der runden Sache einen ordentlichen Strich durch die Rechnung: Die Action in “Dominique” ist abwechslungsreich und man freut sich immer auf die nächste Konfrontation und die Ideen, die damit einhergehen. Doch gerade, als man sich auf die finale Konfrontation freut, lässt der Film das Publikum mit offenen Fragen zurück. Ein Cliffhanger mag in Serien oder geplanten Filmreihen funktionieren. Bei „Dominique“ jedoch fühlt es sich eher wie ein abrupter Abbruch an, der den Eindruck erweckt, das Budget wäre plötzlich ausgegangen…

Fazit

Trotz seiner Schwächen – insbesondere dem zu plötzlichen Ende – ist „Dominique“ ein actiongeladener Film mit einer kurzweiligen Handlung, unerwarteten Wendungen und einer charismatischen Hauptfigur. Wer an einem verregneten Sonntag Freude an intensiven Kampfsequenzen und einer Prise emotionaler Tiefe hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Theoretisch kann der Film den Grundstein für ein vielversprechendes Franchise legen und man kann nur hoffen, dass eine Fortsetzung kommt, die die offenen Fragen klärt und das Potential der Geschichte voll ausschöpft.

Bewertung

Bewertung: 7 von 10.

(68/100)

„Dominique“ ist als VOD, auf DVD und BluRay (UHD) erhältlich.

ACHTUNG, GEWINNSPIEL!

Zum Heimkinostart von „Dominique“ verlosen wir in Kooperation mit Busch Media Group je 1x DVD, 1x Blu-Ray und 1x 4K UHD des Films. Teilnahme: Option 1: Schreibt unten in die Kommentare (unter Angabe eurer Mail-Adresse), welche Version Ihr haben möchtet. Option 2: Schreibt uns eine Mail an filmpluskritik@hotmail.com mit entsprechender Info. Option 3: Teilnahme auf unserer FB-Page oder Instagram-Seite.

Unter allen Kommentaren/Zuschriften losen wir dann die Gewinner aus und melden uns bei Euch per Mail oder PM. Der Gewinn kommt dann zeitnahe per Post.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 24.12. !

Bild: (c) Busch Media