Als gäbe es nicht bereits genug späte Sequels in den letzten Jahren, bekommt noch auch „Practical Magic“ eine Fortsetzung, und das obwohl der erste Film mit Sandra Bullock und Nicole Kidman eigentlich ein Flop war. Ab 10.9.2026 erscheint „Zauberhafte Schwestern 2“ im Kino, die bisherigen Kritiken sind eher mau.
Die Owens-Sisters sind 30 Jahre später zurück
30 Jahre nach den Handlungen des ersten Teils: Die Hexenschwestern Sally und Gillian Owens (Sandra Bullock, Nicole Kidman) sind zurück. Sally hat nach dem Tod ihres Mannes der Magie abgeschworen und versucht, die Familiengeschichte von ihren beiden erwachsenen Töchtern Kylie (Joey King) und Antonia (Maisie Williams) fernzuhalten.
Als Kylie jedoch mit dem jungen Gideon (Xolo Maridueña) in eine lebensbedrohliche Situation gerät, wird klar, dass der alte Liebes-Fluch der Owens-Familie keineswegs gebrochen ist: Über Generationen hinweg verhindert er bereits, dass die Frauen der Owens-Familie eine dauerhafte romantische Beziehung führen können.
Gemeinsam mit Gillian sowie den Tanten Franny (Stockard Channing) und Jet (Dianne Wiest) muss Sally sich deshalb erneut mit ihrer Herkunft auseinandersetzen. Diesmal wollen sie den Ursprung des Fluchs endgültig egründen um ihn so zu brechen. Die Spur führt die Owens-Frauen schließlich nach England, wo sie auf ein geheimnisvolles Buch und neue Hinweise stoßen. Unterstützung erhalten sie dabei unter anderem von dem Magieexperten Professor Ian Wright (Lee Pace).
„Zauberhafte Schwestern“ war erst ein Flop, dann ein Kultfilm
„Zauberhafte Schwestern“ (oder: „Practical Magic“) kam 1998 zunächst weder bei Kritikern noch an den Kinokassen besonders gut an. Bei einem Produktionsbudget von rund 60 Millionen Dollar spielte der Film weltweit nur etwa 68,3 Millionen Dollar ein. Erst über VHS, Fernsehen, DVD und später soziale Medien entwickelte sich „Zauberhafte Schwestern“ mit seiner Idee einer „Sisterhood“ zum Kultfilm.
Besonders die ungewöhnliche Mischung aus Hexenfantasy, romantischer Komödie und der Beziehung zwischen den beiden Schwestern fand ein neues, überwiegend weibliches Publikum. Spätestens ab den 2020er Jahren und infolge der Nostalgie-Welle und Reboot-Wut Hollywoods wurden die Rufe nach einer Fortsetzung lauter.
Das späte Sequel wird nun von Susanne Bier inszeniert, die bereits mit Sandra Bullock (in „Bird Box“) und Nicole Kidman (in den Serien „The Undoing“ und „Ein neuer Sommer“) gearbeitet hat, das Drehbuch basiert auf Alice Hoffmans „The Book of Magic“ aus dem Jahr 2021. Der Film rückt zugleich die nächste Generation der Owens-Familie stärker ins Zentrum.
Die ersten Kritiken zu „Zauberhafte Schwestern 2“ sind allerdings mehr als durchwachsen. In den USA lobt zwar der Hollywood Reporter die unverändert starke Chemie zwischen Bullock und Kidman, Variety hingegen kritisiert den Film als überlang (2 Stunden 10 Minuten!), vorhersehbar und letztlich als eine Wiederholung des Originals.
Auch der britische NME fällt ein gemischtes Urteil. Kritiker Nick Levine sieht in der „chemistry“ zwischen Sandra Bullock und Nicole Kidman weiterhin die größte Stärke des Films und findet einige durchaus berührende Momente. Gleichzeitig sei die Handlung unnötig kompliziert und die Fortsetzung deutlich zu lang geraten.
Bei Rotten Tomatoes hält der Film aktuell bei nur 35 % (Kritikerbewertung). Selbst beim Publikum weist er derzeit lediglich 43 % auf. Bei letterboxd kommt „Zauberhafte Schwestern 2“ immerhin auf einen besseren Wert von 3.1/5. (Christian Klosz)
Bild: (c) Warner Bros.
