Am 8. Februar 2024 startet die Neuverfilmung des gleichnamigen Romans der US – amerikanischen Schriftstellerin Alice Walker in den Kinos.
Mit „Die Farbe Lila“ erzählt die Geschichte der außergewöhnlichen Freundschaft dreier Frauen, die das Schicksal untrennbar zusammengeschweißt hat. Regie führte Blitz Bazawule („Black Is King“, „The Burial of Kojo“). Produziert wurde der Film von Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Scott Sanders und Quincy Jones.
Im Zentrum der Erzählung steht die afroamerikanischen Frau Celie, die im frühen 20. Jahrhundert in Georgia lebt und mit verschiedenen sozialen Problemen konfrontiert wird. Zentrale Themen sind Rassismus, Sexismus und Gewalt, aber auch Hoffnung und Selbstermächtigung.
Die Originalverfilmung von „Die Farbe Lila“ erschien im Jahr 1985, die Regie führte Steven Spielberg und die Hauptrolle der Celie wurde von Whoopi Goldberg übernommen. Goldberg brillierte in dieser Rolle und wurde für ihre Darstellung für einen Academy Award nominiert.
In der Neuauflage sind Taraji P. Henson ( „Hidden Figures“), Danielle Brooks („Orange Is the New Black“), Colman Domingo („Ma Rainey’s Black Bottom“, „Fear the Walking Dead“), Corey Hawkins („BlacKkKlansman“), H.E.R. („Judas and the Black Messiah“), Halle Bailey („Arielle, die Meerjungfrau“), Aunjanue Ellis-Taylor („King Richard“) und Fantasia Barrino zu sehen. Letztere gibt in „Die Farbe Lila“ ihr Debüt in einer großen Filmproduktion.
Das Drehbuch des Films stammt von Marcus Gardley („Maid“, „The Chi“). Es basiert auf dem Roman von Alice Walker sowie dem ebenfalls gleichnamigen Musical, für das wiederum Marsha Norman (Buch) sowie Brenda Russell, Allee Willis und Stephen Bray (Musik und Text) verantwortlich zeichneten. (red/Verleih)
-> Unsere Filmkritik zur „Die Farbe Lila“ – Neuverfilmung
„Die Farbe Lila“
Besetzung: Taraji P. Henson, Danielle Brooks, Colman Domingo, Halle Bailey, H.E.R, u.v.a.
Regie: Blitz Bazawule
Produziert von: Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Scott Sanders und Quincy Jones
Kinostart: 8. Februar 2024
Weitere anstehende Remakes/Reboots:
-> Cliffhanger 2 mit Sly Stallone
-> Sister Act 3 mit Whoopi Goldberg
Bild: 2023 Warner Bros. Entertainment Inc.

Denen fällt echt nichts mehr ein,
Hollywood ist in der kreativen Krise. Mit drängenden Themen der Gegenwart will sich kaum ein Studio befassen, weil alle finanziell kämpfen. Darum machen sie sich den „Retro-Trend“ zu eigen, nehmen Stoffe, die viele Menschen kennen (30+) und machen Neuadaptionen oder Re-boots mit „wokem“ Anstrich (für Publikum 8+). Damit will man verschiedene Zielgruppen ansprechen. Fokus auf Qualität, Kreativität oder Relevanz der Filme ist bestenfalls drittrangig. Darum gibt es auch kaum noch „must-see-Filme“….
Ich kenne halt keine Verbesserung, ganz schlimm die die neuen Agatha-Christie-Filme, den aktuellen habe ich noch nicht gesehen. „Die Höllenfährt der Poseidon“ ist immer noch sehr spannend, das Remale habe ich noch nicht gesehen.
Es gibt sicherlich Filme, denen eine Modernisierung gut täte, auch wenn mir gerade keiner einfällt.
Hollywoods Problem ist meines Erachtens, dass mindestens 80% der Filme auf pubertierende Jungs abgestellt ist: Superhelden ohne Ende, ein paar Horrorfilme, aber richtiges Erzählkino bietet kaum noch einer. Dabei ist es ja gefragt, wenn ich an Oppenheimer denke.
Ich halte das Anknüpfen an die „gute, alte Zeit“ für legitim. Tatsächlich war die Welt insb. in den 90ern in einem weitaus stabileren Zustand als heute. Dass sich Menschen danach sehnen ist nachvollziehbar, mmn. könnte man auch zurückblicken, um das „Gute“ von damals in die Gegenwart mitzunehmen. Alles „Alte“ zu diskreditieren und massakrieren ist Schwachsinn und am Ende zivilisationszersetzend.
Ich würde es eher besser finden, wenn sich Filmemacher und Studios an den filmischen Formeln der 80er, 90er orientieren, insb. was „Mainstream-Film“ betrifft, und die in neuen Filmen einsetzen. Den Rückgriff auf anachronistische Formen des Gestaltens und Erzählens gab es immer wieder im Film, oder allgemein in der Kunst. Siehe Renaissance.
Was im Moment passiert ist hingegen die denkbar schlechteste Option: Man übernimmt die Oberfläche, also Figuren, ein Sujet, von älteren Filmen, gestaltet sie um (andere Besetzung, Themen etc.), um vorgeblich „Progressivität“ zu signalisieren, übernimmt aber nichts vom Relevanten, nämlich der filmischen Struktur.
Insofern wird oft sowohl der Retro-Faktor zerstört, als auch das, was das Original ursprünglich originell machte (filmische Struktur). Darum enttäuschen viele der Neuauflagen, da sie keine ihrer Aufgaben erfüllen. Positive Ausnahmen wie „Top Gun: Maverick“ bestätigen die Regel. Und neuere Werke wie „Oppenheimer“, „Killers of the Flower Moon“, „The Fabelmans“ oder „Pearl“ sind deswegen gut, weil sie sich an der filmischen Struktur älterer Werke orientieren, aber trotzdem was Neues, Eigenständiges machen. / ck
Und wieder ein Klassiker kaputt gemacht. *grrrr