Horror-Legende Robert Englund wird am 31. Oktober 2025 eine besondere Ehre zuteil: Er erhält seinen eigenen Stern auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie findet um 11:30 Uhr Ortszeit am Hollywood Boulevard statt, es ist der 2.826 Stern auf dem ikonischen Gehweg (weitere Infos). Passend zum Datum und Englunds ikonischer Rolle als Freddy Krueger aus der „Nightmare on Elm Street“-Reihe wird die Verleihung von prominenten Gästen wie Regisseur John Carpenter begleitet. Fans von Robert Englund können die Walk of Fame-Veranstaltung auch online live verfolgen.

Die Auszeichnung kommt nicht von ungefähr: Robert Englund, inzwischen 78, wurde bereits im Juni 2024 als Teil der Walk of Fame Class of 2025 angekündigt, zusammen mit anderen Stars wie John Carpenter (er erhielt seinen Stern bereits im Frühjahr) und Jessica Chastain.

Robert Englund: Von den Anfängen bis zum Horror-Ikone

Robert Englund, geboren am 6. Juni 1947 in Glendale, Kalifornien, wuchs in einer Familie mit schwedischen und schottischen Wurzeln auf. Sein Vater, Clyde Kent Englund, war ein Ingenieur, der am Lockheed U-2-Flugzeug mitwirkte. Schon mit zwölf Jahren entdeckte Robert Englund seine Leidenschaft für die Schauspielerei, als er einen Freund zu einem Theaterprogramm an der California State University begleitete.

Erst besuchte Englund die Cranbrook Theatre School in Michigan, später studierte er an der UCLA, bevor er zur Oakland University wechselte, wo er an der Meadow Brook Theater – einem Ableger der Royal Academy of Dramatic Art – ausgebildet wurde. Nach fünf Jahren im Regionaltheater, wo er unter anderem Shakespeare- und Shaw-Stücke spielte, kehrte Robert Englund an die Westküste zurück und landete 1974 seine erste Filmrolle in „Buster and Billie“.

Freddy Krueger und mehr: Die Filme von Robert Englund

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Englund ist seiner bekanntesten Rolle als Freddy Krueger

Englunds kommerzieller Durchbruch kam 1984 als Freddy Krueger in „A Nightmare on Elm Street“ (bei uns: „Nightmare: Mörderische Träume“) von Wes Craven, wo er den Mörder mit den Messerfingern verkörperte. Er spielte die Rolle in sieben Fortsetzungen, darunter „Freddy’s Revenge“ (1985), „Dream Warriors“ (1987) und „Freddy vs. Jason“ (2003), sowie in der Serie „Freddy’s Nightmares“ (1988–1990). Diese Filme machten Robert Englund zur Horror-Ikone und prägten das Slasher-Genre nachhaltig.

Doch Englunds Filmografie ist vielfältiger: In den 1980er Jahren spielte er den freundlichen Alien-Besucher Willie in der Miniserie „V“ (1983–1985). Weitere Highlights sind „The Phantom of the Opera“ (1989) als Erik Destler, „The Mangler“ (1995) als Bill Gartley, „Wishmaster“ (1997) als Raymond Beaumont und „Urban Legend“ (1998) als Professor Wexler.

In den 2000er Jahren folgten Rollen in „2001 Maniacs“ (2005), „Hatchet“ (2006) und „Jack Brooks: Monster Slayer“ (2007). Auch in TV und Animationsfilmen ist Robert Englund aktiv: Er hatte Gastauftritte in „Bones“, „Criminal Minds“ oder „Supernatural“ sowie Stimmenrollen wie The Riddler in „The Batman“ (2004–2008). In jüngster Zeit moderierte Englund die Serie „True Terror with Robert Englund“ (2020) und trat 2022 in „Stranger Things“ als Victor Creel auf. Zuletzt war er in „Der Fluch der Natty Knocks“ (2023) zu sehen, und er leiht seine Stimme dem Grashüpfer in „Pinocchio: Unstrung“ (2026).

Im Film oft gruselig, privat supernett

Trotz seiner gruseligen Rollen ist Robert Englund bekannt für seine Freundlichkeit – Maskenbildner loben seine Geduld während stundenlanger Make-up-Sitzungen. In den 1970er Jahren sprach er sogar für „Star Wars“ als Han Solo oder Luke Skywalker vor, empfahl aber Mark Hamill für die Rolle. Seine Memoiren „Hollywood Monster“ erschienen übrigens 2009. Die Walk of Fame-Auszeichnung krönt eine große Karriere, die von Bühne über TV bis zum Kino reicht. Wohlverdient! (red.)

(Stand: 31.10.2025)

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Inzwischen gibt’s Freddy auch als Wachsfigur

Bilder: @Kiri Karma – Miguel Discart from Bruxelles, Belgique – https://www.flickr.com/photos/miguel_discart/53039678100/, CC BY-SA 2.0, Link (2023)

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noelweathers from Fort Worth, Texas, United States of America – Ontario, Canada, CC BY 2.0, Link