Ein aus dem All stammender, mutierender Zombie-Pilz breitet sich in einem Self Storage-Komplex aus und Liam Neeson muss wieder mal die Welt vor dem Unglück retten: Die von David Koepp geschriebene Horror-Comedy „Cold Storage“ startet am 19.2.2026 im Kino.

Kritik von Christian Klosz

Vor Jahrzehnten brachte ein abstürzender Satellit einen hochgefährlichen, parasitären Pilz aus dem All nach Australien. Bioterror-Agent Robert Quinn (Liam Neeson) und seine Partnerin Trini Romano (Lesley Manville) isolieren das Ding und lagern es in einem geheimen Militärbunker in Kansas – tiefgekühlt und versiegelt. Die Regierung vergisst das jedoch, der Bunker wird stillgelegt und Jahrzehnte später zu einem gewöhnlichen Self-Storage-Gebäude umgebaut.

„Cold Storage“: Pilz frisst Hirn

In der Gegenwart arbeiten dort der nervige und dauerquatschende Travis „Teacake“ Meacham (Joe Keery aus „Stranger Things“) und die alleinerziehende Mama Naomi Williams (Georgina Campbell aus „Barbarian“). Plötzlich hören sie seltsame Geräusche aus aus der Wand und machen sich auf Spurensuche, weil es sonst gerade nichts zu tun gibt: Es ist der Pilz, der langsam auftaut, entkommt und sich rasend ausbreitet. Er infiziert Menschen und Tiere, übernimmt die Kontrolle über ihre Gehirne, lässt sie explodieren oder zu Zombies mutieren.

Während der Pilz sich exponentiell vermehrt, kämpfen Travis und Naomi um ihr Überleben, sie flüchten, verstecken sich, versuchen jeden Kontakt zu vermeiden, denn er wäre der sichere Tod. Die Regierung alarmiert und reaktiviert indes den inzwischen pensionierten Quinn (Neeson), der als einziger die Katastrophe noch stoppen kann: Ein Katz-und-Pilz-Spiel gegen eine unsichtbare Bedrohung beginnt.

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Abstand und Schutzanzüge

Jahrelang traute sich Hollywood bekanntlich kaum, Themen anzupacken, die das Publikum irgendwie an die Corona-Pandemie erinnern könnten, nun mehren sich Filme und Serien mit mehr oder weniger eindeutigen Referenzen, zuletzt etwa „Greenland: Migration“, „The Beauty“ oder die „28 Years Later“-Filmreihe. Auch in „Cold Storage“ gibt es gewisse Anknüpfungspunkte, selbst wenn der Film sein Sujet (und sich selbst) nicht sonderlich ernst nimmt und das Buch von David Koepp, auf dem der Film basiert, bereits 2019 erschienen war. Notiz am Rande: Mit „Kimi“ schrieb Koepp 2022 übrigens einen der ersten und bis heute akkuratesten und besten „Corona-Filme“ (Regie: Steven Soderbergh).

cold storage film
Dem Zombie-Pilz geht’s an den Kragen


„Cold Storage“ ist ein klassisches B-Movie und mixt bekannte Elemente aus „The Blob“, „Zombieland“ und „Evolution“ und sorgt so für anspruchslose Unterhaltung. Handlungstechnisch sollte man auch nicht zu viel erwarten, was Kenner von David Koepp, der auch das Drehbuch schrieb, enttäuschen dürfte: Der Mann gilt als einer der besten Autoren Hollywoods, gerade was Suspense und Spannung betrifft („Jurassic Park“, „Mission: Impossible“, „Panic Room“).

Fazit

„Cold Storage“ kommt über die gesamte Laufzeit über das Mittelmaß nicht hinaus. Der Film wirkt auch etwas „träge“ und bemüht sich nicht, mehr zu sein, als er ist. Weder die Splatter-Einlagen, noch der Comedy-Aspekt kann gänzlich überzeugen und für eine Pandemie-Satire ist der Film zu albern. Eignet sich als kleiner Film-Snack für zwischendurch, aber nicht mehr.

Bewertung

Bewertung: 5 von 10.

(49/100)

„Cold Storage“: Ab 19.2.2025 im Kino.

Weitere Infos zum Film auf der IMDb-Seite oder bei Rotten Tomatoes.

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Bilder: (c) Studiocanal / Reiner Bajo