Am 25. August 2025 erschien Regisseur Woody Allen virtuell bei der Moscow International Film Week, einem Filmfestival in Russland, und hielt eine Rede, die heftige Kontroversen auslöste: Allen lobte das russische Kino, erinnerte an seine früheren Besuche in Russland und der Sowjetunion und meinte, er könne sich vorstellen, einen Film in Moskau oder St. Petersburg zu drehen, da man sich dort „gut fühle“. Das Problem dabei: Die Moskauer Filmwoche wird von der russischen Regierung gefördert, Allen wurde vom russischen Regisseur Fyodor Bondarchuk interviewt, der Putin-Unterstützer ist und den Krieg Russlands gegen die Ukraine öffentlich unterstützte.

Die ukrainische Regierung reagierte scharf auf Allens fragwürdigen Auftritt. Das Außenministerium bezeichnete Allens Teilnahme als „Schande“ und „Beleidigung“ für die Opfer unter ukrainischen Schauspielern und Filmemachern, die durch russische Aggression getötet oder verletzt wurden. Sie warfen ihm vor, russische Verbrechen zu „verharmlosen“ und ein „blutiges Festival“ zu legitimieren. Ähnliche Vorwürfe kamen von ukrainischen Medien wie dem Kyiv Post, die Allens Auftritt als Unterstützung für Russlands Propaganda ansahen.

Woody Allen wehrte sich gegen die Kritik und erklärte seinen Auftritt mit seiner „apolitischen Haltung“. Er wolle „künstlerischem Dialog“ nicht aus dem Weg gehen. (ck)

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