Es klingt „wie im Film“ wie man so schön sagt: Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat ein Mann drei Monate lang im Flughafen in Chicago gelebt. Der Mann wurde am Samstag verhaftet, nachdem Angestellte einer Fluglinie ihn nach seinem Ausweis gefragt hatten. Die Geschichte erinnert frappant an Steven Spielbergs Film „Terminal“ aus dem Jahr 2004 (Kritik HIER lesen!), der vom Passagier Viktor Navorski handelt (gespielt von Tom Hanks), der ebenso wochenlang in einem Flughafen (New York) haust, nachdem ihm ein Visum für die Einreise verweigert wurde. Der Film selbst basierte übrigens auf wahren Begebenheiten, wenngleich der Plot an sich fiktiv ist.

Der 36-jährige Mann, der in Chicago aufgegriffen worden war, war laut Angaben der US-Polizei am 19. Oktober mit einem Flug aus seiner Heimatstadt Los Angeles angekommen und wollte aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht weiter nach Hause fliegen. Er lebte offenbar von Essensspenden anderer Fluggäste und hielt sich die ganze Zeit im Sicherheitsbereich des Flughafens auf. Die Flughafen-Aufsichtsbehörde sagte zu dem ungewöhnlichen Fall, dass der Mann kein Sicherheitsrisiko für die anderen Fluggäste gewesen sei und man ihn deswegen nicht eher verwiesen hatte. (ck)